Baugrubenherstellung

Baugrubenherstellung:
Das Fundament Ihres Projekts.

Vom Aushub bis zum Verbau gemäß DIN 4124 – HTSM Baugesellschaft MbH errichtet Baugruben jeder Tiefe für Wohnungsbau, Gewerbe und Industrie. Mit eigenem Bagger- und Verbaugerät.

Was ist Baugrubenherstellung?

Die Baugrubenherstellung ist der erste und einer der wichtigsten Schritte jedes Bauvorhabens. Sie umfasst den Erdaushub für Fundament, Kellergeschoss oder Tiefgarage, die Sicherung der Baugrube durch fachgerechte Verbauungen sowie – wenn notwendig – die Grundwasserabsenkung. Fehler in dieser Phase sind später kaum noch korrigierbar und können erhebliche Folgekosten verursachen.

HTSM realisiert Baugruben für alle Bauvorhaben – vom kleinen Einfamilienhaus mit 1,5 m Tiefe bis zur 15 m tiefen Tiefgarage in innerstädtischer Bebauung. Wir arbeiten nach DIN 4124 (Baugruben und Gräben) und gewährleisten die Standsicherheit der Baugrubenwände.

Verbauarten – welche passt zu Ihrem Projekt?

Geböschte Baugrube: Die einfachste und wirtschaftlichste Lösung. Möglich bei ausreichend Platz und stabilen Bodenverhältnissen. Böschungswinkel je nach Boden: bei nicht bindigen Böden 1:1,25, bei bindigen Böden bis 1:0,4.

Berliner Verbau: Klassischer Verbau aus Stahlträgern und horizontalen Holzbohlen. Geeignet für nicht-grundwasserführende Bereiche. In Berlin geläufige Bauweise – daher der Name.

Spundwandverbau: Aus eingerüttelten Spundbohlen, wasserdicht. Erforderlich bei hohem Grundwasserstand oder zur Vermeidung von Setzungen an Nachbargebäuden.

Bohrpfahlwand & Schlitzwand: Massivste Verbauarten für tiefe Baugruben oder schwierige Verhältnisse. Häufig in der Innenstadt erforderlich.

Trägerbohlwand: Wirtschaftliche Lösung für mittlere Tiefen – Stahlträger werden gerammt oder gebohrt, dazwischen Ausfachung mit Holz oder Beton.

Unsere Baugrubenleistungen im Überblick

  • Bestandsaufnahme der Bodenverhältnisse und Bebauung in der Umgebung
  • Baugrubenplanung in Abstimmung mit Statiker und Architekt
  • Geböschte Baugruben für einfache Verhältnisse
  • Berliner Verbau für klassische innerstädtische Projekte
  • Spundwandverbau bei Grundwasser oder sensiblen Nachbarbebauungen
  • Trägerbohlwand als wirtschaftliche Lösung mittlerer Tiefen
  • Grundwasserabsenkung mit Brunnen oder Wellpoint-Anlagen
  • Aushub und Entsorgung des Erdmaterials inkl. Bodenklassifikation
  • Wiederverfüllung und Verdichtung nach Bauabschluss
  • Beweissicherung an Nachbargebäuden bei sensiblen Projekten

Was bei Baugruben oft unterschätzt wird

Bodengutachten: Ohne aktuelles Baugrundgutachten lassen sich Verbau und Sicherung nicht zuverlässig planen. Wir empfehlen ein geotechnisches Gutachten vor jedem größeren Aushub – wir vermitteln gerne entsprechende Gutachter.

Nachbarschaftsrechte: Tiefe Baugruben können Nachbargrundstücke beeinträchtigen. Vor Baubeginn sollten Beweissicherungsverfahren durchgeführt und ggf. Vereinbarungen mit Nachbarn getroffen werden.

Wasserrecht: Eine Grundwasserabsenkung benötigt eine wasserrechtliche Erlaubnis. Diese muss rechtzeitig beantragt werden – Vorlaufzeiten von 6–12 Wochen sind üblich.

Bodenentsorgung: Aushubmaterial wird nach LAGA-Richtlinie klassifiziert. Belastetes Material kann hohe Entsorgungskosten verursachen – die Bodenklasse sollte vorab geprüft werden.

Häufige Fragen zur Baugrubenherstellung

Wie tief darf eine Baugrube ohne Verbau sein?
Nach DIN 4124 sind Baugruben bis 1,25 m Tiefe in der Regel ohne Verbau möglich. Ab 1,25 m muss entweder eine Böschung angelegt oder ein Verbau eingebaut werden. Bei kohäsiven Böden, in Wassernähe oder bei sensiblen Nachbarbebauungen können auch geringere Tiefen schon verbaupflichtig sein.
Was kostet eine Baugrube?
Eine geböschte Baugrube für ein Einfamilienhaus kostet typischerweise 15.000–35.000 € (Aushub und Entsorgung). Mit Verbau steigen die Kosten je nach Verbauart auf 50.000–200.000 € und mehr. Tiefe Baugruben mit Spundwand und Grundwasserabsenkung können 300.000 € überschreiten. Wir kalkulieren konkret nach Begehung.
Wie lange dauert die Herstellung einer Baugrube?
Eine einfache Baugrube für ein Einfamilienhaus realisieren wir in 5–10 Werktagen. Komplexe Baugruben mit Verbau und Grundwasserabsenkung benötigen 3–8 Wochen, große Tiefgaragen mit Schlitzwänden auch 3–6 Monate.
Was passiert mit dem Aushubmaterial?
Aushubmaterial wird nach LAGA Boden klassifiziert (Z0–Z2 unbelastet, Z1.1–Z1.2 belastet, ab Z2 deponiepflichtig). Unbelasteter Boden kann oft am Bau wiederverwendet werden (Bodenaustausch, Lärmschutzwall etc.) oder kostengünstig zu Bodenverwertern abgegeben werden. Belastetes Material wird vorschriftsmäßig entsorgt.
Übernimmt HTSM auch die Grundwasserabsenkung?
Ja – wir verfügen über alle gängigen Verfahren: offene Wasserhaltung in Pumpensümpfen, Wellpoint-Anlagen für mittlere Absenkungen, Brunnenanlagen für tiefe Absenkungen. Inklusive wasserrechtlicher Genehmigung und Monitoring während der Bauphase.
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